Cyclocross ist an sich schon ein wunderschöner Sport, aber auch einer der härtesten und anspruchsvollsten. Unser Fotograf Nills Laengner gewährt uns einen Blick hinter die Kulissen der Cyclocross-Weltmeisterschaften.


Schlamm: Ein Wort, das man hier in den USA normalerweise nicht mit Cyclocross-Rennen in Verbindung bringt, das aber während der europäischen Cyclocross-Saison in jedem Satz vorkommt. Bei der Weltmeisterschaft war das nicht anders. Am Rande der Niederlande liegt die Stadt Valkenburg, wo Schnee und extreme Mengen an Schlamm auf die Ankunft der weltbesten Fahrer warteten.

Inmitten des ganzen Chaos fährt Mathieu Van der Poel in die Box, bereit, sein Rad zu wechseln. Ein sauberes, schlammfreies und vor allem leichtes Rad ist ein entscheidender Bestandteil der Rennstrategie.

Ceylin Del Carmen Alvarado konnte einen gewissen Erfolg verbuchen, als sie sich den 2. Platz in der U23 der Frauen sicherte.


Es war die Geschichte zweier Favoriten, die in diesem Jahr beide eine äußerst erfolgreiche Saison hinter sich hatten und diese mit dem Regenbogentrikot krönen wollten. Doch die Weltmeisterschaft verlief für Sanne Cant und Mathieu Van der Poel völlig unterschiedlich .

Sanne war gelassen und bereit. Sobald der Startschuss fiel und das Rennen begann, hatte sie alles im Griff. Ein ruhiger Zweikampf zwischen ihr und Katie Compton bot den Zuschauern eine spannende Show. In der letzten Runde legte Sanne einen Endspurt hin und machte den Sack endgültig zu. Sie hatte ihren zweiten Weltmeistertitel in Folge gewonnen.

Matheiu erlebte ein ganz anderes Rennen. Als klarer Favorit wusste er genau, was er zu tun hatte. Nach einigen guten ersten Runden machte sich jedoch die Müdigkeit bemerkbar, und Matheiu fiel vom ersten auf den dritten Platz zurück, auf dem er das Rennen schließlich beendete. Er verließ die Strecke mit hoch erhobenem Kopf und spricht bereits vom kommenden Jahr. Aufgepasst, Matheiu kommt.
